Equilibrium

November 16, 2007

USA 2002

Science Fiction

Laufzeit: 107 Min. / Freigabe: ab 16 Jahren

Nach dem 3. Weltkrieg. Es gibt nur noch einen Staat: Libria. Der durch seinen Überwachungsstaat omnipräsente Führer „Vater“ predigt die absolute Unterdrückung aller Gefühle und die Vernichtung aller Gegenstände, die Gefühle hervorrufen könnten. Möglich wird das durch eine Droge, die allen Staatsangehörigen verordnet ist und die Gefühle abstumpfen lässt. Seine kompetentesten Helfer sind dabei die sogenannten „Kleriker“, welche durch eine spezielle Ausbildung fast unbesiegbar im Kampf sind. Einer der besten Kleriker ist John Preston. Unerbittlich verfolgt er Sinnestäter und jene, die die Relikte einer untergegangenen Welt beschützen wollen. Bis er eines Tages vergisst seine Dosis zu nehmen…

Viel ist über den Film schon geschrieben worden. Vom Matrix-Plagiat war die Rede ebenso wie von einem eigenständigen Meisterwerk, vom Patchwork-Streifen genauso wie vom Kino der Zukunft. Man sollte vorsichtig sein „Matrix“ mit „Equilibrium“ zu vergleichen. Fakt ist aber, dass Ersterer total über- und der Zweite vollkommen unterbewertet ist. Denn anders als „Matrix“, dessen philosophische Ansätze nur das logische Gerüst für den Effektbombast sind, ist Equilibrium wirklich ein philosphischer Film. Das Konzept von der totalen Kontrolle, die es zu durchbrechen gilt ist hier nicht nur  Aufhänger. Es gibt sehr viele ruhige Momente, Action wird nur an wenigen Stellen eingesetzt und wenn, dann auch nie lange. Christian Bale ist ein Glücksgriff den Mannzu spielen, der zum ersten Mal Gefühle entdeckt. Die Kulisse wirkt wie ein modernes Metropolis und erzeugt eine bedrückende Grundstimmung. Das ganze Leid einer Nation, die es schlicht verlernt hat zu fühlen wird beeindruckend dargestellt. Dieser Film ist mehr als viele Nörgler gerne wahrhaben wollen: eine bildgewordene Prophezeiung über eine Menschheit, die zwar die Apokalypse überlebt, aber nicht überstanden hat.

Fazit: Mittlerweile dürfte ich den Film schon ein knappes Dutzend Mal gesehen haben und weiß daher, dass man ihn entweder lieben oder ahssen kann. Dazwischen gibt es nicht zu viel. Die einen mögen in ihm einen langatmigen Sci-Fi-Actioner sehen, aber die wahren Qualitäten liegen sowieso in den stillen Momenten, wenn ein Christian Bale auch mal weinen darf. In diesem Sinne: Leih- bzw. Kaufbefehl!

Punkte: 6/6

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