Skinned Deep

Januar 17, 2008

USA 2003

Splatterklamauk

Laufzeit: 93 Min. / Freigabe: ab 18 Jahren

Von Zeit zu Zeit wandert ein Film in meinen Player der absolut scheiße ist. Nein, nicht so wie z.B. „Evil Aliens“, der versucht durch Hochglanz noch etwas herauszuholen. Ich meine wirklich beschissene Filme, die aussehen als hätten sie Bernd und seine kühle WoW-Truppe im städtischen Wald gedreht. Hier hätten wir also solch einen Film. Nur das er aus den USA kommt. Und nur bedingt im Wald spielt. Und im Gegensatz zu den als experimentell zu bezeichnenden Versuchen von irgendwelchen Hobbyregisseuren gerne ein „richtiger“ Film wäre. Beste Vorraussetzungen also um eine volle Arschlandung zu machen, die der Film auch astrein hinlegt!

Bevor ich viel erzähle, möchte ich kurz einige impressionen aus dem Film auf meine werten Leser wirken lassen:

Macht schonmal Lust auf mehr, muss aber nichts heißen, wie wir gleich sehen werden, denn dieser Film wurde scheinbar von Schimpansen gemacht. Nein, keine normalen Schimpansen, sondern legasthenischen Schimpansen from outer space!

Wir befinden uns in den 90ern. Das Filmteam hat in einer Nacht- und Nebel-Aktion das Kamera-Equipment von „X-Factor“ gestohlen… Moment, ich lese gerade, dass der Film von 2003 sein möchte. Pffff, der sieht so sehr nach Nineties aus, dass selbst die Darsteller wie Relikte aus dieser Zeit aussehen. Das heißt also, dass die angebliche amerikansiche Durchschnittsfamilie etwa so aussieht: Mutti – fett und blöd (möglich), Vater – Holzfällerhemd und Vollbart (joa, doch…), Tochter – weiblich (jepp), Sohn – langweilig und moppelig (jaja). Ansonsten haben alle gemein, dass sie weder besonders klug aussehen und mehr oder weniger unpassende Synchrostimmen haben. Am Besten wird das später noch an den Schreien zu bemerken sein, die sich anhören als wenn ein 12jähriges Mädchen mit Asthma und Lungenschwund husten würde. Dabei haben Dolly Buster und Sybille Rauch die weiblichen Stimmen synchronisiert. Die müssten doch eigentlich wissen, wie man richtig laut – naja, lassen wir das…

Die Story dreht sich also um eine „normale Familie“, die nach einer Panne auf eine nicht „ganz so normale Familie“ trifft, die Leute schnetzelt um sie zu essen. Aha, Texas Chainsaw Massacre lässt grüßen. Nach einer Viertelstunde ist die Familie schon erledigt. Grad als ich den Film ausschalten möchte, werde ich gewahr, dass es scheinbar doch irgendwie weitergehen soll. Warum auch immer… Also, nur die Tochter hat überlebt und  soll Mitglied werden indem sie einen der Freaks, Brian( 1. Bild), heiratet. Der hat ein riesiges Hirn auf den Schultern, was ihn zwar nicht wirklich klüger macht, aber stattdessen kleine Buchstabenwürfel enthält. An seiner Stelle hätt ich mich ja mal beim „Creator“ beschwert, einem Bodybuilderkörper ohne Kopf, der zwar zusammenhangsloses Zeug quasselt (fragt mich nicht wie!) aber mit einem Babydingens im Bauch ausgestattet ist, dass aussieht wie der Creeper. Das können sich wohl nur legasthenische Schimpansen from outer space ausdenken. Der scheint die Familie geschaffen zu haben, obwohl das ansonsten nicht weiter erläutert wird, wohl um den Film mystisch (?) zu machen. Zu der illustren Bande gehören außer Brain auch noch: ein tellerwerfender Zwerg (scheinbar einer der Schimpansen selbst; 2. Bild), ein Typ mit Stahlfresse der „General Surgeon“ heißt (picture 3) und den Film eigentlich erst attraktiv macht sowie eine alte Frau namens Granny, die außer ihrer Reibeisenstimme nicht weiter besonders ist. Nun hat das junge Mädel natürlich ein Problem. Um es kurz zu verdeutlichen:

Freakfamilie * Kidnapping + Tochter * Familieermording = Fett krass scheiße!

Nun muss sie also mit den 2 Gehirnzellen, die Gott aufbringen konnte um sie am Atmen zu halten versuchen zu entkommen. Na Prost danke…

Zwischendurch bin ich übrigens seelig entschlummert, eine Rentner-Bikertruppe soll wohl auch noch eine Rolle spielen. Joa, und so, ne?

Eigentlich machen die Bilder Lust auf mehr, aber was der Film dann liefert ist unterirdisch. Die Texte muss ein legasthenischer Schimpanse in größter Wut über sein Leben geschrieben haben und die Schauspieler sehen meistenteils so aus, als wären sie Schimpansen. Das größte Ärgernis des Films ist aber seine ausdauernde Selbstüberschätzung. Er nimmt sich immer ein wenig zu ernst um als Trash durchzugehen und auch nur im Ansatz bizarr zu wirken. Damit ist der Film scheiße, ja, aber nie scheiße genug um Trash zu sein. Ein großes Manko möchte ich meinen. Von der grottigen und stets unpassenden Synchro zu schweigen, ebenso wie vom konsequenten Ideenklau sofern doch noch mal ein halber Meter Handlung des Wegs kommt. Wie gesagt: Immer gerade so, dass es wirklich scheiße aber nicht trashig ist. Weiß gar nicht, wie man davon Fan sein könnte. Vielleicht wenn man taubstumm und blind oder ein legasthenischer Schimpanse from outer space ist…

Fazit: Hilfe, die Schimpansen kommen! Mit Zeter und Mordio -quatsch- „Skinned Deep“ wollen sie die Welt unterjochen. Und ich möchte meinen: Glückwunsch zum Kackfilm! Ja, die Geldpreise gibt es draussen vor der Tür. Ja, da sind auch die Blumensträuße. Und jetzt raus hier! Und der Film kriegt für eine coole Figur („General Surgeon“) einen halben, sowie für das Holzfällerhemd noch einen halben Punkt. Aber nur, wenn der Ork vom Mork beide Augen zudrückt. Grunz!

Punkte: 1/6

Eine Antwort to “Skinned Deep”

  1. IsI said

    huhu mein lieber fürsti!
    ich würde nicht sagen vom erdboden verschlungen, wohl eher von der dsl-losigkeit von storkau ;( meine internetzeit beschränkt sich auf einige stunden im w-lan meines lieblingscafes -.-
    hoffend, dass sich die zeiten des internetkonsums doch baldig überschneiden werden,
    winkt die isi *knuffel*

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