Cannibals – Don’t get eaten!

Januar 22, 2008

USA 2007

Kannibalen-Splatter/Exploitation

Laufzeit: 83 Min. / Freigabe: Keine Jugendfreigabe

Man, das Cover hat mich wirklich mal beeindruckt. Sind die meisten DVD-Cover ja eher langweilig und einfallslos, so war das von „Cannibals“ doch sehr beeindruckend. Ein Seil, blutige Schrift und die abgesäbelte Hand. Starker Tobak! Auf der Rückseite noch das Bild einer gepfählten Frau… Kinder, Kinder, was für ein Schlachtfest dachte ich so bei mir. Aber wie das meist so ist, klaffen Denken und Realität oft weit auseinander. Wie auch bei diesem Film, wie sich wenige Minuten später in meinem DVD-Player bestätigen sollte.

Um es kurz zu machen: Eine Truppe von 4 dödeligen Mittzwanzigern macht sich auf den Weg um einen möglicherweise, vielleicht irgendwann in den 50ern entschwundenen Rockefeller-Erben im Dschungel zu finden. Halbnackte Männer mit Kreide im Gesicht finden das nicht so lustig und schnetzeln alle. Ende.

Man, wenn doch nur alle Filme so kurz zu besprechen wären. Toll. Obwohl, nein, scheiße. Das hieße ja, dass alle so beschissen sind wie dieser! Um es auch hier kurz zu machen: Die erste Hälfte des Films nervt durch Wackelkamera und nicht vorhandene Stimmung/Atmosphäre/Story genauso gewaltig wie die Hälfte der 4 Mann. Als die Blondine plus Surferfreund sich absetzen, wünscht man den Beiden nichts sehnlicher als den Tod, den sie auch bald finden. Natürlich alles mit Handkamera-Geschwurbel aka undeutliche, strunzdoofe Bilder. Die Kannibalen sind ein paar billige Arbeiter mit Farbe im Gesicht und spitzen Stöcken in den Händen. Wirklich überzeugend…

Fazit: Also um 4 dumme Klischee-Figuren durch den Wald stolpern zu sehen geht der Film vielleicht grad noch so durch. Wer so etwas wie eine Story oder gar Splatter erwartet, greift lieber zum nächsten Medicini-Heft, da ist von beidem garantiert(!) mehr drin. Die einzig passable Gore-Szene gibt es bereits auf dem Backcover zu sehen und wird auch im Film nicht interessanter (eher im Gegenteil). Wer atmosphärischen Horror mit Handkamera sehen will, der greife zum großartigen „Blair Witch Project“. Wer Kannibalen-Exploitation sehen will zu den italienischen Vorbildern wie „Cannibal Holocaust“ oder „Cannibal Ferox“. Diesen Film aber sollte man tunlichst ignorieren, damit irgendwelche selbsternannten Regisseure nicht auch noch auf die Idee kommen auch sowas drehen zu wollen. Oder schlimmer noch: Eine Fortsetzung. Würgh!

Punkte: 1/6

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